Google-Fonts-Check: Lädt Ihre Website Schriften von Google?

Zeigt, ob Ihre Seite Schriften von Google-Servern lädt, und wie Sie sie selbst hosten.

Das Problem mit eingebundenen Google Fonts

Wenn eine Seite Schriften direkt von fonts.googleapis.com oder fonts.gstatic.com lädt, sendet der Browser jedes Besuchers seine IP-Adresse an Google. Das Landgericht München hat 2022 entschieden, dass dies ohne Einwilligung unzulässig sein kann, und danach gab es zahlreiche Abmahnungen.

Die Lösung ist einfach: Sie laden die Schriften einmal herunter und liefern sie von Ihrem eigenen Server aus. Dann fließt keine Adresse mehr an Google, die Seite lädt oft schneller und Sie brauchen dafür keine Einwilligung. Dieser Check ist ein Hinweis und keine Rechtsberatung.

So hosten Sie Google Fonts selbst

Die Schritte unterscheiden sich je nach System. Im Kern sind es immer dieselben:

  1. Die benötigten Schriften samt Schnitten (zum Beispiel Regular und Bold) als WOFF2-Dateien herunterladen, etwa mit dem google-webfonts-helper.
  2. Die Dateien auf Ihren eigenen Server legen, zum Beispiel in einen Ordner fonts.
  3. Im Stylesheet pro Schnitt eine @font-face-Regel anlegen, die auf die lokale Datei zeigt.
  4. Die Einbindung von fonts.googleapis.com aus dem Kopfbereich und aus allen @import-Zeilen entfernen.
  5. Bei WordPress, Shopify oder einem Page-Builder die Option zum lokalen Laden aktivieren oder ein Plugin dafür nutzen. Prüfen Sie danach auch Themes und Plugins, die Schriften selbst nachladen.
  6. Die Seite erneut mit dem Check prüfen.

Häufige Fragen

Warum ist das Laden von Google Fonts ein Problem?

Beim Abruf der Schrift erfährt Google die IP-Adresse des Besuchers. Für diese Übermittlung braucht es nach Ansicht mehrerer Gerichte eine Rechtsgrundlage, in der Regel eine Einwilligung. Ein Cookie-Banner löst das nur, wenn die Schrift erst nach Zustimmung geladen wird.

Findet der Check auch Schriften in Stylesheets?

Ja, er sucht im Quelltext der Seite, in den eingebundenen Skripten sowie in Inline-Styles und den Stylesheets Ihrer eigenen Domain nach Verweisen auf Google-Server. Schriften, die erst durch JavaScript nach dem Laden eingefügt werden, kann er nicht immer erkennen.

Ist selbst gehostet auch schneller?

Meist ja. Der Browser muss keine zweite Verbindung zu einem fremden Server aufbauen, und Sie können die Dateien mit langer Cache-Dauer ausliefern.

Gilt das auch für Google Maps oder YouTube?

Für eingebettete Karten und Videos gilt Ähnliches. Dafür zeigt unser vollständiger Check, welche Einbettungen sofort laden und welche erst nach einem Klick.

Wie steht es um Ihre ganze Website?

Der kostenlose Check prüft Meta-Daten, Inhalt, Technik, Social Media und PageSpeed in etwa 30 Sekunden und erklärt die wichtigsten Probleme verständlich. Ohne Anmeldung.

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